Anasayfa | Muslime im Alltag

Während wir auf die heiligen drei Monate ("Šuhūr aṯ-ṯalāṯa") zusteuern


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"So wie der Lohn einer guten Tat, zu einer anderen Zeit fünffach vergütet wird, so wird sie zum ehrbaren Monat "Raǧab" hundertfach vergütet, zum großen Monat "Šaʿbān" über 300-fach, zum gesegneten Monat "Ramaḍān" und an Freitagen tausendfach sowie zur "laylatu-l-qadr" 30-tausend fach. Zu diesen heiligen 3 Monaten, ("Šuhūr aṯ-ṯalāṯa") die wie ein "heiliger Markt" einem, einen "Handel" ermöglichen, der einem großen nachweltlichen Lohn einbringt und für das Gebet und Freunde der Wahrheit eine Plattform bietet, so wie innerhalb von 3 Monaten einen Gläubigen ein Leben von 80 Jahren sichert, gratulieren wir."

Risale-i Nur. Kommentare zum Qur'an / Strahlen: vierzehnter Strahl ff.

 

Gemäß der religiösen Erzählung treten die Muslime mit dem Eintreten in die heiligen drei Monate, einer Jahreszeit gegenüber, wo ihre Seelen in eine gänzlich andere Atmosphäre eintreten. Während zu anderen Zeiten der Lohn einer guten Tat 10-fach vergütet wird, werden sie in diesen drei Monaten mit zunehmenden Maß vielfach vergütet. Der Lohn z.B. einer Rezitierung eines Buchstaben aus dem Qurʾān wird zu einer anderen Zeit 10-fach vergütet . Zum Monat "Raǧab" steigt dies auf 100 an, zum Monat "Šaʿbān" auf über 300, zum Monat "Ramaḍān" auf tausend, in den Nächten des Freitags auf mehrere tausend. Und wenn wir bedenken, dass dies am "laylatu-l-qadr" bis auf das 30-tausend fache ansteigt, können wir erkennen, wie wertvoll und welche Chance die gesegneten Zeiten, an diesen drei Monaten, bezogen auf den nachweltlichen Handel uns bieten.

 

Basierend darauf werden diese drei Monate als “wie ein heiliger Markt, der einem, einen Handel ermöglicht, der einem großen nachweltlichen Lohn einbringt und für das Gebet und Freunde der Wahrheit eine Plattform bietet” charakterisiert. Bekannterweise, nehmen Märkte und Messen, für den wirtschaftlichen Handel einen wichtigen Platz ein. Die Menschen können an solchen Märkten, die zu einem bestimmten Tag der Woche, an einer bestimmten Uhrzeit aufgebaut werden, all ihre Besorgungen vornehmen. An diesem Tag ist es von morgends bis abends möglich, sich die günstigen Angebote dieses Markts zu Nutze zu machen. Jemand der aber an dem Tag nicht den Markt besuchen konnte, müsste eine Woche auf den Markt warten, um zu diesen Konditionen einkaufen zu können. Denn der Markt ist nur an einem Tag aufgebaut.

 

Genau so, sind diese drei Monate, ein Markt für die Nachwelt, der einmalig im Jahr aufgebaut wird. Die, die dies zu Nutzen wissen, können an diesem Markt große Gewinne erzielen. Sie vermehren ihre guten Taten, bezogen auf die Nachwelt, in Vergleich zu anderen Zeiten. Sie widmen sich stärker dem Rezitieren aus dem Qurʾān, sie intensivieren das Lernen und teilen sich, durch ein verringertes Schlafen, mehr Zeit für das Lernen und die Reflexion, sowie für verschiedene Gebetsformen und Dienste an der Gemeinde ein. Sie treten in guten und gesegneten Taten, quasi in Wettkampf. Somit verlassen sie diese heiligen drei Monate mit den größtmöglichen Nutzen. In diesem Sinne, sind diese Dienste, zu diesen gesegneten Zeiten, für das ewige Leben eines Menschen (im Jenseits) die ertragreichste Investition.

 

Im Gegensatz dazu, sind diejenigen, die über die Tugend und Wert dieser drei Monate, keine Kenntnisse besitzen und sie folglich auch nicht zu Nutzen wissen, von einer großen Möglichkeit zum Handel, die zum Nutzen aller offengelegt wurde, ausgeschlossen. Um zu dieser Möglichkeit nochmal zu gelangen, müssen diese Personen ein ganzes Jahr warten.

Daher gewinnt es auch an Wichtigkeit, diese drei heiligen Monate mitsamt ihrer gesondert gesegneten Nächte mit großer Euphorie zu erleben bzw. zu beleben. Denn dies gehört zu den Symbolen, Traditionen und Anzeichen des Islām.

 

Aus dieser Perspektive, beinhaltet das Verkünden dieser Traditionen, auch wegen z.B. der Illustrierung der Ehrbarkeit und Würde des Islām, oder aber auch z.B. um ein gutes Vorbild für diejenigen zu sein, die fern von der Bedeutung des Islām leben, viele Weisheiten.

 

Dass zu den Gebetszeiten, vor allem an Freitagen und an besonderen (Kandil) Nächten die Moscheen vor Gläubigen quasi überquillt, im Radio und Fernsehen Rezitierungen vom Qurʾān erklingen, die Moscheen insbesondere mit Leuchtpanels und belichteten Schriftzügen zwischen den Minaretten verziehrt werden und sogar dass besonderes Gebäck (“kandil simidi”) verteilt wird, sind Frieden spendende Geschehnisse, die das Symbol des Islām verkünden.

 

So wenden sich alle Gläubige dem Verdienen des Jenseits zu. Jeder tritt in einen quasi endlosen Wettkampf, um die Gunst Gottes zu erlangen. Die daraus resultierende Atmosphäre spendet der gesamten Gemeinde Frieden. Jeder hat gemäß seiner Kapazitäten, Anteil an dieser friedvollen Atmosphäre. Die verrichteten Gottesdienste, die Rezitierungen aus dem Qurʾān, die reinherzigen Gebete die zu Gott gelangen, die mit einem unerschöpflichen Enthusiasmus weitergeführten Dienste an der Gemeinde, ziehen das Wohlwollen und die Gnade Gottes auf uns. Außerdem säubern diese Dienste, die mit Reinherzigkeit und um Gottes Willen getan werden, die von Sünden, Wollust und Ungerechtigkeit, verschmutzte geistige Atmosphäre.

 

Also müssen wir diese, jährlich uns geschenkte und einmalige Gelegenheit nutzen. Dazu können wir mit unseren gläubigen Geschwistern öfter zusammenkommen und (lehrreiche) Unterhaltungen führen. Wir können untereinander Passagen bzw. Kapitel aus dem Qurʾān einteilen und zuweisen und, sofern uns möglich, damit anfangen den Qurʾān täglich bzw. wöchentlich komplett zu rezitieren. Wir können vermehrt Gebete und Huldigungen verrichten. Wir können uns mehr Zeit, für Werke rund um den Islām einteilen. Wir können uns für die Verbreitung und Erklärung der Wahrheiten des Islām, stärker einsetzen. Die, auf diesem Wege auch nur kleinste getätigte Anstrengung hat einen Lohn von 1 zu 100 zur Folge.

 

Darüber hinaus sollten wir auch nicht vergessen, diese drei Monate und ihre gesondert gesegneten Nächte innerhalb der eigenen vier Wände und mit der Famile mit besonderem Bedacht zu erleben. Unsere Kinder sollten mit dieser Atmosphäre aufwachsen und sie stetig einatmen. Deshalb ist es von großen Nutzen, sie an gesegneten Nächten mit Geschenken zu erfreuen und an die Moschee zu gewöhnen.

 

Außerdem ist es, morgens, zum Morgengrauen versuchen wachzubleiben, um für die islamische Gemeinde und seine gläubigen Geschwistern zu beten, von endlosem Wert. Die zu dieser ertragreichen Zeit getätigten Gebete, beherbergen eine hohe Wahrscheinlichkeit erfüllt zu werden.

 

Aus dieser Perspektive, sei es für unseren oder für den Erfolg der weltlichen oder jenseitigen Prüfungen unserer gläubigen Geschwister, finden wir, mit dem Anflehen zu Gott und das Erbitten für Hilfe, eine Stütze gegen Probleme und Schicksalsschläge sowie eine unerschöpfliche Quelle für Trost.

 

 

Selam&Dua

Fragenandenislam - Team

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