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Ramaḍān – Dies ist der neunte Monat im islamischen Kalender und zeichnet sich im Besonderen durch seinen spirituellen Gehalt aus und das ritualisierte Fasten der muslimischen Gemeinde in diesem Monat, welches auch eine der 5 Säulen des Islams ist. Wichtig zu erwähnen ist dass der Qurʾān in diesem Monat, genauer gesagt in der Nacht der Bestimmung ("Laylatu-l-Qadr") herabgesandt wurde. Auch wird in den Primärquellen auf die Erhabenheit und die spirituelle Wichtigkeit diesen Monats hingewiesen, so dient der Ramaḍān der muslimischen Gemeinde oft auch als ein Moment bzw. Zeitraum der spritiuellen Rückbesinnung. Bei einer wörtlichen Übersetzung findet man für Ramaḍān auch "Monat des Fastens" oder "heißer Sommer-Tag".  

Rasūl – Wird mit "Bote" oder "Gesandter" übersetzt. Im Islam spricht man hier von einer Art der Prophetie. Der Unterschied zu einem "normalen" Propheten ist dass der Bote eine religionsstiftende bzw. neue Form der Schrift und der göttlichen Mitteilung mitsamt neuen Geboten erhält bzw. mitbringt, während der normale Prophet, die bereits vorhandenen Offenbarungen und Gebote einhält und verkündigt. Der Überlieferungen gemäß gibt es im islamischen Verständnis 315 solcher Boten.  

Rizq – Wird mit "Unterhalt" oder "Gut" im Sinne von "Versorgung" gemeint. Im islamischen Verständnis ist damit alles ob materiell oder immateriell, was von Gott zum Nutzen der Menschheit bzw., zum Erhalt und Fördern des menschlichen Lebens herabgesandt wurde, gemeint. Im Islam ist "der Versorger" ("ar-Razzāq") einer von Gottes Namen/Eigenschaften, es obliegt also Gott, die Schöpfung materiell und immateriell zu versorgen und zu erhalten und dafür die nötigen Güter zu schaffen. Andere Faktoren (wie z.B. der Samen für den Nährboden oder der Arbeitsgeber) sind im Islam als Glied in der Kette der Ursachen anzusehen, dessen Kontrolle liegt aber nach wie vor bei Gott.

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