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ʿAbd – Kann mit Diener, Knecht oder Sklave übersetzt werden. Im religiösem Kontext kommt es zumeist als Diener vor z.B. Heißt "Abd-u Allāh" Diener Gottes. Diese Bezeichnung kommt in Verbindung mit den Eigenschaften Gottes häufig als Männername bei Muslimen vor wie etwa "ʿAbd ar-Raḥmān" was dann "Diener des Barmherzigen" bedeutet.

Abdest – Der im türkischen Sprachraum benutze Begriff für die rituelle Waschung vor dem Gebet.

Abrogation – Ein lateinisches Wort welches "abschaffen" heißt, der arabische Begriff wäre "Nasḫ". Dieser Begriff ist ein technischer Term für das Rechtswesen im Islam, der Begriff bezeichnet hier die mögliche Abschaffung oder Abwandlung einer Rechtsbestimmung durch eine spätere neu deklarierte Bestimmung.

Adab – Beschreibt die gesellschaftlich-kulturell konformen Verhaltensregeln, kann aber auch mit Literatur, Schrifttum oder Kultur übersetzt werden.

ʿAdālatu-l-ʾIḍāfiya – Bedeutet so viel wie "verhältnismäßige, relative Gerechtigkeit". Dieses Prinzip beschreibt, dass das Recht eines Einzelnen für die Gesamtheit aller Menschen geopfert werden kann. Hierbei handelt man nachdem Prinzip des geringeren Übels. Dieses Prinzip findet nur in unausweichlichen Situationen Verwendung.
 
ʿAdālatu-l-Maḥḍa – Bedeutet so viel wie "absolute, perfekte Gerechtigkeit". Dieses Prinzip beschreibt das Recht eines Einzelnen in keinem Falle und auch nicht für die Gesamtheit aller Menschen nicht zu opfern. In Extremsituationen die keine Alternative mehr zulassen, kann man dieses Prinzip vernachlässigen. Ansonsten wird dieses Prinzip stets erhalten.

Adāb al-Muʿāšarāt – Diesen Ausdruck kann man etwa mit "etikettierte" Formen des höflichen und angemessenen Umgangs bezeichnen. Es gibt zu dem Thema auf der einen Seite Werke die gesellschaftlich relevante Umgangsformen behandeln und auf der anderen Seite Werke die speziell die religiösen Gepflogenheiten und Besonderheiten behandeln.

ʾAḏān – Kommt aus dem Wortstamm "Erlaubnis" bzw. "Befugnis". Im religiösem Kontext ist damit der Gebetsruf gemeint, mit dem der Gebetsrufer ("Muʾaḏḏin") fünfmal täglich zur jeweiligen Zeit (für gewöhnlich aus der Minnarette der Moschee) zum Gebet aufruft.

ʾAḥad – Bedeutet so viel wie "eins" oder "einzigartig". Im islamishen Kontext wird der Begriff benutzt um die substanzielle Einzigartigkeit Gottes zu beschreiben, also dass es keinen weiteren Gott außer den einen Gott gibt. Im türkischen Sprachraum hört man dieses Wort öfters in dieser Form, "Ehadiyet".

ʾAḥī – Wird mit Bruder übersetzt, das "ī" am Ende des Wortes stellt in der arabischen Sprache ein Suffix der ersten Person Singular dar, somit heißt "ʾAḥī" eigentlich "mein Bruder" während "ʾAḥ" Bruder" bedeutet. Das Erstere ist in der Umgangssprache häufiger anzutreffen.

Āḫira – Der Begriff für das Jenseits.

Ahl al-Bayt – Heißt präzise übersetzt "Leute des Hauses". Im islamisch-religiösem Kontext meint man damit eigentlich die Familie und Linie des Propheten Muhammad (s.a.v.). In der Frömmigkeit kommt der Linie des Propheten (s.a.s.) eine besondere Stellung hinzu, da nach islamischer Vorstellung ein besonderer Segen der Linie des Propheten (s.a.s.) beiwohnt und somit hat sie eine gewisse Legitimation als Führerschaft und geistige Nachfolge des Propheten (s.a.s). In den verschiedenen Kreisen des Islams ist diese Vorstellung verschieden ausgeprägt.

ʾAhlu al-Kitāb – So werden die Gemeinden, Völker, u.ä. genannt, die eine Offenbarungsschrift erhalten haben, wie z.B. die christliche oder jüdische Gemeinde.   

Allāh – Das Wort bzw. die Bezeichnung für den einen Gott in der arabischen Sprache. "Ilāh" bedeutet Gott/Gottheit und der arabische Artikel "al" determiniert das Wort, somit heißt Allāh in ungefähr der eine Gott.

ʿĀlim – Wird mit "Gelehrter" übersetzt. In der islamischen Literatur kommt dieser Begriff vor, um einen Experten in einer Disziplin zu benennen, mit Gelehrter ist hier also nicht direkt der religiöse Gelehrte gemeint, sondern allgemein ein Experte in einer wissenschaftlichen Disziplin, so ist der Professor der Physik ein ʿĀlim in seinem Fachgebiet und der Islamwissenschaftler ist ein ʿĀlim in seinem Fachgebiet.   

Aṣḥāb al-Yamīn – Eine Genitivverbindung, die man mit "Gefolgsleute des Schwurs" übersetzen kann. Es taucht auch eine andere Form auf, undzwar "Gefolgsleute der rechten Seite". Im islamischen Kontext sind damit die Menschen gemeint, die ihr Leben nach der Sunna des Propheten ausrichten. Das Wort "Rechts" könnte man hier im Sinne von "rechtgeleitet" lesen, aber auch als Richtungsangabe, da in der Sunna oftmals die rechte Seite positiv hervorgehoben wird, z.B. wird mit der rechten Hand gegessen gemäß der Sunna.

ʾAsmaʾ al-Ḥusna – Kann mit "die Namen der Schönheit" übersetzt werden. Dies ist ein islamischer Begriff, die Namen beziehen sich auf Gott aber nicht etwa als Personalausweis der eigenen Person wie etwa "Peter" oder "Müller", sondern als Beschreibungen des Wesens bzw. der Eigenschaften Gottes. Die Namen sind hier also Attribute Gottes wie z.B. "der Gerechte" oder "der Versorger". 

Asr-i Saadet – Dies bedeutet soviel wie "Zeitalter des Wohlstands/Wohls". Im islamischen Kontext beschreibt dieser Begriff vor allem die Lebzeiten des Propheten Muḥammad (s.a.s.) denn mit dem Propheten (s.a.s.) wurde die Menschheit bzw. der Orient aus dem Zeitalter des Unwissens geführt wird und rapide zu einer Hochzivilisation geführt.    

Āya – Das arabische Wort für "Vers". Es kann aber auch mit "Zeichen" übersetzt werden. Zumeist wird das Wort "Āya" in Verbindung mit dem Qurʾān im Sinne eines Verses genannt.
 
Awdāt – Präzise eigentlich als "Rückkehr" übersetzt, wird dieses Wort vor allem im türkischen Sprachraum als "Tradition" übersetzt. In der Rechtslehre beschreibt dieser Begriff auch eine Form der Rechtsquelle, da der Prophet (s.a.s.) einige schlechte Gewohnheiten abschaffte, während er andere positiven Gewohnheiten beibehielt. Im türkischem schreibt man "adet".

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